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Hilfe, mein Hamster beißt – Die 8 häufigsten Ursachen und Lösungen!

Die kleinen Nager werden gern als Kuscheltier angesehen. Ihr niedliches Aussehen lädt geradezu zum Kuscheln ein. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn sie lieben ihre Ruhe und möchten nicht bekuschelt, hochgenommen oder rumgetragen werden. Dies können sie auch deutlich mit ihren scharfen Zähnchen zeigen.

Hamster beißt meist aus Angst

Deshalb sollte man seinen Hamster und seine Gewohnheiten respektieren und ihn nicht bedrängen, um blutige Bisswunden von vornherein zu vermeiden. Wenn der Hamster beißt, kann dies unterschiedliche Ursachen und Gründe haben.

Ursache 1: Das Aufwecken des Hamsters

Man sollte die kleinen Nager tagsüber nicht stören oder sogar aufwecken. Hamster sind nachtaktiv und werden erst in den Abendstunden wach, tagsüber schlafen sie. Wenn man ihn während des Schlafens zu oft oder zu früh weckt, kann es passieren, dass er mit einem Biss mitteilt, dass er nicht gestört werden möchte.

Hamster aufwecken

Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Hamster ungestört schlafen kann. Auch sollte man die Hand nicht vor sein Nest bzw. sein Schlafhäuschen halten, da er diese verteidigt.

Selbst wenn die Hand des Hamsterbesitzers anders riecht, sei es durch Parfüm oder Seife, kann es passieren, dass der Hamster beißt. Sie sind sehr empfindlich und sensibel, was diese Veränderungen betrifft.

Unser Tipp: Man kann seine Hände in der Hamstereinstreu wälzen, damit die Hände einen vertrauten Geruch annehmen.

Ursache 2: Der pubertierende Hamster

Wenn der Hamster mit 2 bis 3 Monaten in die Pubertät kommt, wird er versuchen, sein Hamsterheim zu verteidigen. Es ist sein Revier und jeder Eindringling, in diesem Fall die Hand seines Halters, kann mit einem Hamsterbiss verjagt werden.

In diesem Fall sollte man mit ruhiger und leiser Stimme dem Hamster zureden und sich vorsichtig mit der Hand nähern. Auf Drohgebärden sollte geachtet werden, um notfalls die Hand aus dem Hamsterheim zurückzuziehen.

Ursache 3: Der beschäftigte Hamster

Abends, wenn der Hamster seinen Rundgang macht und mit Futtersuche, Futter verzehren und Erkundungen in seinem Nagerheim beschäftigt ist, sollte man ihn nicht stören.

Der beschäftigte Hamster

Auch wenn er Gänge buddelt oder seine Umgebung umbaut, möchte er in Ruhe gelassen werden. Hamster sind kleine Nagetiere zum Beobachten, wenn sie mit ihren Beschäftigungen fertig sind, kann man vorsichtig versuchen, sie mit ruhiger Hand anzufassen oder ihnen besondere Leckereien z. B. Mehlwürmer zu reichen.

Ursache 4: Der gelangweilte Hamster

Bietet man dem Hamster in seinem Nagerheim oder Auslauf nicht genügend Beschäftigungsmöglichkeiten, z. B. zum klettern oder Korkröhren zum durchkrabbeln, wird ihm schnell langweilig.

Langeweile beim Hamster

Dies kann dazu führen, dass der Hamster beißt. Hier sollte Abhilfe durch die richtige Inneneinrichtung geschaffen werden, damit der Hamster glücklich ist.

Auch sollte auf ein ausreichend großes Nagerheim geachtet werden, damit er genügend Platz hat. Ist der Käfig zu klein, so entsteht schnell Langeweile, was den Hamster bissig werden lässt.

Die Einstreu sollte ausreichend hoch eingestreut sein, damit sich der Nager austoben kann. Futterteile können in der Einstreu versteckt werden, so dass sie der Hamster wie in freier Natur suchen muss.

Ursache 5: Die schwangere Hamsterdame

Hamsterweibchen, die schwanger sind, reagieren sehr oft aggressiv und gereizt. Dies richtet sich nicht nur gegen Artgenossen, sondern auch gegen Menschen. Deshalb sollte man schwangere Hamsterweibchen während der Trächtigkeit in Ruhe lassen und nur beobachten.

Ursache 6: Der kranke Hamster

Wenn sich ein Hamster nicht wohlfühlt, ihm Berührungen evtl. wehtun, kann es passieren, dass er sich mit Bissen wehrt. Sollte man sich nicht sicher sein, ob seinem Hamster etwas fehlt, weil er sich vielleicht anders benimmt als sonst, sollte man lieber einmal zuviel den Tierarzt aufsuchen.

Ursache 7: Der junge Hamster

Jungtiere beißen oft probehalber und grundlos in die Fingerkuppen. Damit wollen sie Grenzen austesten, wie weit sie gehen können. Dies liegt in der Natur der Hamster und ist nicht unbedingt böse gemeint, sondern auch eine Art der Annäherung.

Junger Hamster beißt

Artgenossen wird auch vorsichtig ins Fell geknabbert. Wenn unsere Fingerkuppen mit Fell überzogen wären, wäre dies auch nicht schmerzhaft, sondern eher angenehm.

Hier sollte dem kleinen Nager durch vorsichtiges Wegschubsen mit dem Finger gezeigt werden, dass man dies nicht möchte. Man sollte nie aggressiv reagieren sondern immer spielerisch zeigen, dass er dies unterlassen soll. Wenn er nicht versucht zuzubeißen, sollte man dies sofort mit einem Leckerli belohnen. Die kleinen Nager sind schlau und lernen sehr schnell.

Ursache 8: Der dauerhaft beissende Hamster

Manche Hamster beissen dauerhaft und lassen es sich auch nicht abgewöhnen. Wenn er sich auf nichts einlassen möchte und die Hand sogar blutig beißt, sollte man akzeptieren, dass der Hamster weiter keinen Kontakt möchte und man sollte ihn in Ruhe lassen.

Dies ist allerdings von Nachteil, wenn ein solcher Hamster evtl. zum Tierarzt muss. Eine Möglichkeit kann bei solchen Nagern noch versucht werden, und zwar kann man sich die Fingerkuppen mit scharfem Senf dünn einschmieren. Dieser scharfe Geschmack ist für den Hamster nicht schädlich, kann aber evtl. einen Beisser zähmen und ihn von den Fingerkuppen fernhalten. In seltenen Fällen schlecken die Hamster den Senf sogar von den Fingern ab.


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